Musikgesellschaft Mumpf ( MGM )
BRASS BAND MUMPF
Regional BRASS BAND MUMPF Fricktal
AEW Concert Brass
Intro
Im November 1980 gelang der Musikgesellschaft Mumpf ein wahrer Coup. Sie gewann den 1. Preis am Schweizerischen Brass Band Wettbewerb in der Tonhalle Zürich. Da sie in der Höchstklasse gestartet war, durfte sie sich nun Schweizer Meister der Brass Bands 1980 nennen.
Das war das höchste aller Gefühle für die Teilnehmer und die Fans. Gelang es doch zudem, den oft siegreichen Wallisern (mit den 13 Sternen) den Hattrick zu verhindern. Diese hatten das Ziel, dreimal hintereinander zu gewinnen und zogen dementsprechend eine grössere Fangemeinde mit nach Zürich, die dann lautstark protestierte und randalierte. Doch an dem Resultat gab es nichts zu rütteln. In der Jury sass u.a. der berühmte Major Peter Parkes (damaliger Dirigent der legendären Black Dyke Mills Band) und der Abstand auf den 2. Rang (BB Berner Oberland) waren sage und schreibe 7 Punkte bei einem Resultat von 92 2/3 Punkten. Das vorzutragende Stück war: High Peak von Eric Ball und der Dirigent der Musikgesellschaft Mumpf hiess Albert Brunner.
Aber wie kam es dazu, dass ein „Dorf“-Verein derart triumphieren konnte? Das ist eine längere Geschichte, die ich Ihnen gerne erzählen werde.
Frühe Jahre
Albert Brunner war kein unbeschriebenes Blatt in der Blasmusik-Szene. Doch angefangen hatte alles ganz klein im Jahre 1960. Er bewarb sich bei der Musikgesellschaft Mumpf als Dirigent, nachdem Sepp Gut auf 1961 den Taktstock abgelegen wollte. Mumpf spielte in der 4. Klasse, also einfache Kompositionen. Das war Brunner scheinbar nicht genug und er förderte und forderte die Musikanten zu mehr Einsatz. Scheinbar war ihm der Verein schon bald sehr ans Herz gewachsen, kam er doch anfänglich mit dem Moped über den Hauenstein in die Probe nach Mumpf.
Da waren Talente im Verein zu finden, mit denen er einen Fortschritt zu erzielen wagte. Im Jahre 1966 spielte der Verein dann auch am Eidgenössischen Musikfest in Aarau in der 3. Klasse und holte sich einen Goldkranz. Damals gab es Goldkranz, Silberkranz und grüner Zweig. Damit war man nicht nur zufrieden, sondern angespornt, noch einen Zacken zuzulegen. Die gespielte Literatur war von da an nicht mehr nur einfache Musik. Es hatte im Konzertprogramm vermehrt anspruchsvollere Werke. Offenbar war der Verein im Soge der damaligen weltweiten Aufbruchstimmung mitgezogen worden. Muhammed Ali entwickelte einen neuen Boxstil und gewann damit, die Beatles und Rolling Stones stürmten die Hitparaden, der Minirock war Mode, die Flower-Power-Bewegung überrollte die westliche Jugend und die Amerikaner landeten mit Apollo 11 auf dem Mond. Das war 1969. Die Musikgesellschaft hatte unterdessen gewagt, in die 2. Klasse aufzusteigen. Die Welt war in Ordnung, so schien es jedenfalls.